Demonstration gegen Antisemitismus
und in Solidarität mit Israel
12. Oktober 2024 ― 15 Uhr
Hallmarkt, Halle (Saale)
5 Jahre Anschlag Halle
1 Jahr siebter Oktober
Antisemitismus tötet – Antisemitischen Terror bekämpfen
Aufruf zur Demonstration:
Antisemitismus tötet – Antisemitischen Terror bekämpfen
Fünf Jahre ist es nun her, dass Halle am 09.10.2019 beinahe zum Schauplatz des womöglich größten Anschlags auf Jüdinnen und Juden in Nachkriegs-Deutschland wurde. Zwei Menschen fielen dem mörderischen Wahn des Täters zum Opfer. Ein Jahr ist vergangen, seit die Welt am 07.10.2023 Zeuge des größten antisemitischen Massakers seit der Shoah wurde. Die islamistische Terrororganisation Hamas, der Palästinensische Islamische Dschihad (PIJ), die Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) und Zivilisten aus Gaza griffen Israel an und massakkrierten 1200 Menschen auf barbarischste Weise. Sie vergewaltigten, sie verstümmelten, sie verbrannten. Über 200 weitere Menschen wurden nach Gaza verschleppt. Die Geiseln die noch nicht ermordet wurden, befinden sich noch immer in der Gewalt der Mörderbanden.
Während sich die sogenannte deutsche Zivilgesellschaft und Politik vom Halle-Anschlag zu Recht schockiert und betroffen zeigte und sich zumindest anschickte, das Geschehene aufzuarbeiten, verstummten die wenigen Solidaritätsbekundungen mit dem jüdischen Staat nach dem Massakker der Hamas binnen kürzester Zeit. Stattdessen wird rat- und tatenlos zu- bzw. weggeschaut, wenn entfesselter Antisemitismus Hochkonjunktur erfährt. Die virulente Natur des Antisemitismus und seine Anpassungsfähigkeit an Strömungen und Bewegungen aller Couleur ist offensichtlich – wenn man nur hinsieht und -hört. Bei der “Israelfrage” ist man sich von den Neonazis der Jungen Nationalisten und des Dritten Wegs über die Studentenschaft namhafter Hochschulen wie FU Berlin oder der hiesigen Burg Giebichenstein, bis hin zu autoritär-kommunistischen Sekten wie Young Struggle einig. Insbesondere linke Judenhasser vereinnahmen ganz gezielt verschiedenste politische Kämpfe wie den 1. Mai oder die CSDs. Unter Anleitung der Gruppen “students4palestine” und “Solinetz” formierte sich auch hier in Halle bereits mehrfach ein antisemitischer Mob und trug seinen Israel- und Judenhass auf die Straße. Im Zuge dieser Aufmärsche fanden deutsche Linke, Islamisten und türkische Faschisten zueinander, ließen “Scheiß Juden”-Rufe hören und markierten israelsolidarische Menschen mit dem Hamas-Dreieck – nichts weniger als eine Morddrohung. Wenn sie dann eine “globale Intifada” fordern, so sind der brutale Angriff auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira, der Brandanschlag auf die Oldenburger Synagoge und zuletzt der versuchte Anschlag auf das israelische Generalkonsulat in München zum Jahrestag des Olympia-Attentats nur die logische Konsequenz aus der Eskalation dieser antisemitischen Hochstimmung. Kaum Erwähnung finden dabei die vielen weiteren Übergriffe und Attacken auf jüdische Menschen seit dem 7. Oktober. Sie leben in Deutschland wieder in Angst und sehen sich genötigt, ihre Identität zu verbergen. Ihre Gemeinden und Synagogen bedürfen ständigen Polizeischutzes, weder die Straße noch der Hörsaal können ihnen als sichere Orte gelten.
Es bleibt eine enorme Diskrepanz, wenn Anfang des Jahres Zehntausende in Halle und anderswo auf die Straße gehen, um ihrem angeblichen Geschichtsbewusstsein Rechnung zu tragen und dem “Rechtsruck” und Erstarken der rechtsextremen bis faschistischen AfD entgegenzutreten, aber es keinen nennenswerten Anstoß erregt, wenn fünf Jahre nach dem Anschlag von Halle besagte judenfeindliche Aufmärsche durch die Stadt ziehen oder die Eröffnung eines Zentrums der antisemitischen Erdogan-Lakaien von DITIB bevorsteht.
Wir wollen und können diese Vorgänge und Geschehnisse nicht unwidersprochen lassen. Antisemitismus tötet(!) und deshalb fordern wir, dem Gedenken an die Opfer des Anschlags vom 09.10.2019 und des grausamen Massakers an Jüdinnen und Juden vom 07.10. die richtigen Konsequenzen folgen zu lassen.
12. Oktober 2024 ― 15:00 Uhr
Hallmarkt, Halle (Saale)
Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Deutschland und weltweit.
Solidarität mit Israel.
Gegen den internationalen Terror, das iranische Regime und seine Schergen in Gaza, im Libanon, im Jemen und überall.
Gegen die antisemitische Internationale! Gegen die linke Querfront mit Islamisten!
Für einen konsequenten Antifaschismus!
Gegen jeden Antisemitismus! AM YISRAEL CHAI!
Unterstützt die Jüdische Gemeinde:
Gedenkveranstaltung in Erinnerung an die Ermordeten und Entführten des 7. Oktober
Gegen jeden Antisemitismus – Solidarität mit Israel
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7. Oktober 2024 — 18 Uhr
Marktplatz, Halle

In Erinnerung an die Ermordeten und Entführten des 7. Oktober.
Gegen jeden Antisemitismus – Solidarität mit Israel
Am Montag, 7. Oktober 2024 wollen wir in Halle den Opfern und Betroffenen des Massakers vom 7. Oktober 2023 in Israel gedenken.
7. Oktober 2024 — 18 Uhr
Marktplatz, Halle
Gedenkveranstaltung
Am frühen Schabbatmorgen des 7. Oktober 2023, während des Feiertags Simchat Tora, startete die Terrororganisation Hamas ihren lang geplanten Überfall, bei dem bewaffnete Terroristen und Zivilisten in Israel eindrangen und Menschen während der Feierlichkeiten, im Schlaf, beim Frühstück oder beim Feiern auf dem Nova-Festival überfielen. Sie folterten, vergewaltigten und ermordeten 1200 Menschen und verletzten über 5400 Personen. Bei ihrem Rückzug verschleppten sie weitere 253 Menschen als Geiseln in den Gaza-Streifen, von denen schätzungsweise noch 100 Menschen festgehalten werden, während 35 in der Gefangenschaft exekutiert wurden.
Der Terroranschlag hat das Leben der Betroffenen, das Leben von Jüdinnen und Juden weltweit und die israelische Gesellschaft nachhaltig verändert. Familien wurden auseinandergerissen, das Leben unzähliger Menschen unwiederbringlich zerstört. Durch seine Ausmaße markiert der Angriff einen tiefen Einschnitt in die jüdische Gegenwart, es ist das verheerendste antisemitische Massaker seit der Shoah. Seit dem 7. Oktober wird Israel zudem im Norden von der Hisbollah angegriffen. Offene Angriffe des Irans und seiner Milizen in der Region zielen auf die Zerstörung Israels ab.
Seit dem verbreiten sich antisemitische Narrative auf der ganzen Welt rasant. Antisemitische Hetze und Gewalt werden immer offener zur Schau gestellt. Sei es seitens der UN oder UNRWA, in demokratischen Parlamenten, den Universitäten oder weltweit auf der Straße. Statt Solidarität zu zeigen, wird Israel oft die Schuld an dem Massaker gegeben. Weltweit hat sich die Situation und Sicherheit jüdischer Menschen durch den grassierenden Antisemitismus verschlechtert. Es ist daher unerlässlich, dass die Zivilgesellschaft eine klare Haltung gegen die Verklärung des Massakers vom 7. Oktober 2023 und jede Form von Antisemitismus einnimmt.
Es scheint notwendig, das eigentlich Selbstverständliche zu betonen: Wir stehen uneingeschränkt zum Existenzrecht und zum Selbstverteidigungsrecht Israels, als einzigem jüdischen Staat. Wir stehen solidarisch an der Seite der Opfer des 7. Oktober und der Geiseln sowie aller Jüdinnen, Juden und Israelis. Wir fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Geiseln und rufen dazu auf, sich unserem Gedenken anzuschließen und so ein Zeichen gegen jeden Antisemitismus zu setzen.
